Wasserverbrauch senken: Schont die Umwelt und das Portemonnaie

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Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen auf der Erde – wenn nicht sogar die wichtigste überhaupt. Schon beim Aufstehen am Morgen beanspruchen wir das nasse Gut: Die Dusche erfrischt, die Kaffeemaschine verwandelt Wasser und Pulver zu einem beliebten Wachmacher und die Saftschorle macht uns aktiv. Täglich verbraucht jeder einzelne 122 Liter Wasser. Im Vergleich zu den letzten 25 Jahren zeigt sich eine klare Tendenz der Abnahme – dennoch gibt es viel Sparpotenzial.

Wofür brauchen wir Wasser?

Du denkst vielleicht, dass ein jeder viel Wasser zum Trinken und fürs Kochen benötigt – Fehlanzeige. Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt: Gerade einmal 4 Prozent des Trinkwassers benötigen wir täglich tatsächlich für die Ernährung. Am meisten Wasser geht auf das Konto der Körperpflege, demnach benötigt jeder 36 Prozent (rund 43 Liter) zum Waschen, Baden und Duschen. Dicht gefolgt von der Toilettenspülung, die satte 27 Prozent des Verbrauchs veranschlagt. Mit rund 12 Prozent des Trinkwassers zeigt sich die Waschmaschine im Mittelfeld, dahinter liegen Tätigkeiten aus dem Kleingewerbe (9 Prozent). Je 6 Prozent des Trinkwassergebrauchs beanspruchen weitere Haushaltsaufgaben wie die Reinigung des Zuhauses, die Autopflege sowie der Garten und auch der Geschirrspüler verbraucht täglich knapp 5 Liter.

Übersicht_Täglicher Wasserverbrauch_Stand 2015_Quelle_Statista

Spartipp: Bewusst verbrauchen

Das meiste Sparpotenzial liegt demnach bei allen Aktivitäten im Badezimmer. Du kannst einfach sparen, indem du versuchst, dir deinen Wasserverbrauch bewusst vorzustellen. Wasser kostet Geld und beeinträchtigt die Umwelt. Mit jedem ver(sch)wendeten Tropfen Wasser schädigst du beides. Lasse das Wasser nicht unnötig beim Zähneputzen laufen, schließe den Wasserhahn vollständig und repariere tropfende Mischbatterien direkt. Verkürze außerdem die Zeit unter der Dusche: Statt minutenlang unter dem warmen Wasserstrahl zu dösen, sollte man eine kürzere, kältere Dusche vorziehen. Die erfrischt mit Sicherheit. Generell reicht es, jeden zweiten Tag zu duschen. Das schont sogar den natürlichen Schutzfilm der Haut. Die Reinigung mit einem Waschlappen an den stark schwitzenden Stellen wie den Achselhöhlen, dem Nacken, den Füßen und dem Intimbereich macht deutlich effizienter sauber. Am stärksten belastet allerdings das Schaumbad den Wasserbrauch. Durchschnittlich hat eine Badewanne ein Fassungsvermögen von 135 Litern, vergleichsweise reichen bei einer Dusche oft schon 30 Liter aus. Reduziere daher die Anzahl deiner Badezeiten und entscheide, ob du die Badewanne randvoll mit Wasser befüllen möchtest; ein Halb- oder Dreiviertelbad kann ebenso schön sein.

Badprodukte mit Features

Weiterhin helfen dir bestimmte Badprodukte dabei, deinen Wasserverbrauch zu senken. So gibt es Wasserhähne mit Wassersparfunktion, die aufgrund eines Durchlaufbegrenzers die fließende Wassermenge reduzieren. Oft haben diese Mischbatterien einen Luftsprudler integriert, der der geringeren Wassermenge etwas Luft hinzumischt, sodass der Wasserstrahl schön voluminös erscheint. Auch in der Dusche macht der Durchlaufbegrenzer Sinn: Als Sparduschkopf, als Ersatzteil zwischen Handbrause und Brauseschlauch oder als Funktion in der Duscharmatur kannst du ein wassersparendes Feature einsetzen und so bis zu 50 Prozent des Wasserverbrauchs reduzieren – ohne auf gewohnten Komfort zu verzichten. Wer mag, findet solche Durchlaufbegrenzer oder andere Badideen bei Calmwaters. Und da sich die Toilettenspülung an zweiter Position des täglichen Wasserverbrauchs befindet, sollte auch hier auf den richtigen Einsatz geschaut werden. Eine gute Lösung zeigt sich in der sogenannten Zwei-Mengen-Lösung. Mit einer Spülmenge von 3,5 Litern Wasser kann ganz einfach das kleine Geschäft herunter gespült werden. Mehr Wasserdruck und damit Spülerfolg verspricht die zweite Menge mit sechs bis neun Litern Wasser.

Wer sich an diese Tipps hält, kann viel Wasser einsparen und damit der Natur sowie dem Geldbeutel etwas Gutes tun.

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Manfred Strecker
Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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