Wärmepumpen effizient nutzen – Darauf sollten Verbraucher achten

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Eine Wärmepumpe gilt als energiesparende und umweltfreundliche Möglichkeit zur Stromversorgung. Wenn Sie genügend Platz für eine Wärmepumpe haben, beispielsweise als Eigenheimbesitzer, kann die Anschaffung einer solchen über die Jahre sehr lohnenswert sein. Dabei gibt es jedoch verschiedene Aspekte wie die möglichst günstige Stromversorgung der Pumpe, Kenntnisse über die Funktionsweise einer Wärmepumpe, Anschaffungs- und Betriebskosten sowie Spar- und Fördermöglichkeiten zu beachten, damit Sie am Ende möglichst günstig von den Vorteilen einer Wärmepumpe profitieren.

Günstiger und umweltfreundlicher Strom für die Wärmepumpe

Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist spezieller Wärmepumpenstrom notwendig. Der ist zwar günstiger als Strom im Normaltarif, aber Sie können noch mehr sparen. Mit einem Stromvergleich findet jeder Verbraucher den für sich günstigsten Stromanbieter und Tarif. Soll die Wärmepumpe auch umweltfreundlich sein, empfiehlt es sich zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Diese Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Anbietern bedeutet gleichzeitig, dass Betreiber von Wärmepumpen vom meist teuren Grundversorger völlig unabhängig sind.

Energie aus der Umgebungswärme – So funktioniert eine Wärmepumpe

Einfach formuliert: Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur genau andersherum. Ein Kühlschrank entzieht der Luft im Inneren Wärme und eine Wärmepumpe gibt Wärme an die Umgebung ab.

Eine Wärmepumpe wird mit speziellem Wärmepumpenstrom betrieben und besteht aus drei Bestandteilen: die Wärmequellenanlage, die Wärmepumpe und das Wärmeverteil-und Speichersystem.

In der Wärmequellenanlage wird Umweltenergie, je nach Ausführung, aus dem Wasser, der Erde oder der Luft gewonnen. In diesem Teil der Wärmepumpe zirkuliert auch ein Kreislauf mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, die sogenannte Sole. Diese Flüssigkeit nimmt die Umweltwärme auf und transportiert sie zur Wärmepumpe.

In der Wärmepumpe zirkuliert ein zweiter Kreislauf mit Kältemittel. Im sogenannten Verdampfer oder Wärmetauscher wird die Umweltenergie vom ersten Kreislauf auf den zweiten Kreislauf mit dem Kältemittel übertragen. Dieses nimmt die Umweltenergie auf, erwärmt sich und verdampft durch seinen geringen Siedepunkt.

Das warme, gasförmige Kältemittel gibt dann die Wärmeenergie an das Heiz-oder Warmwasser im Wärmeverteil- und Speichersystem ab und verflüssigt sich wieder. Das erwärmte Warmwasser gibt nun die Wärme an die Umgebung ab und der Kreislauf beginnt von neuem.

funktionsweise-wärmepumpe

1) Kondensator, 2) Drossel, 3) Verdampfer, 4) Kompressor Dunkelrot: Gasförmig, hoher Druck, sehr warm Rosa: Flüssig, hoher Druck, warm Blau: Flüssig, niedriger Druck, sehr kalt Hellblau: Gasförmig, niedriger Druck, kalt (Quelle Wikipedia)

Hohe Anschaffungskosten und günstige Betriebskosten

Die einmaligen Anschaffungskosten von Wärmepumpen sind zurzeit noch sehr hoch. Im Durchschnitt liegen die Kosten für Anschaffung und Installation bei 10.000 bis 20.000 Euro. Hinzukommen die jährlichen Betriebskosten. Diese richten sich vor allem nach dem Bedarf an Wärmepumpenstrom. Wärmepumpenstrom ist im Schnitt 5 bis 10 Cent pro Kilowattstunde günstiger als Storm zum Normaltarif. Außerdem sorgen Wärmepumpen für eine effizientere Stromversorgung als andere Heizsysteme. Deshalb rentieren sich die hohen Anschaffungskosten innerhalb weniger Jahre.

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt dabei eine Orientierung zur Effizienz der Wärmepumpe. Sie stellt die Wärmeabgabe zur benötigten elektrischen Energie der Wärmepumpeins Verhältnis. Je niedriger die JAZ, desto höher ist der Bedarf an Wärmepumpenstrom und somit die Stromkosten.

Die Top Fünf Sparmöglichkeiten beim Kauf und Betrieb von Wärmepumpen

  1. Wärmepumpenstrom vergleichen um Betriebskosten zu senken

Wärmepumpenstrom ist günstiger als normaler Strom. Durch einen Wärmepumpenstrom-Vergleich gibt es zusätzlich Sparmöglichkeiten. Da es neben dem Grundversorger auch andere Anbieter von Wärmepumpenstrom gibt, können sich Wärmepumpenbesitzer jedes Jahr einen günstigen Anbieter und Tarif aussuchen. Das senkt dann die Betriebskosten für die Wärmepumpe.

  1. Fördermöglichkeiten bei der Anschaffung nutzen

Bei einigen Modellen bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umfassende Fördermöglichkeiten an. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt zinsgünstige Darlehn und Tilgungszuschüsse. Diese Fördermöglichkeiten sollten bei der Entscheidung für eine Wärmepumpe immer mit berücksichtigt werden. Klären Sie solche Fördermöglichkeiten bereits vor dem Kauf der Anlage ab und lassen Sie sich von Ihrem Installateur beraten welche Fördermöglichkeiten in Betracht kommen.

  1. Mehrere Angebote beim Kauf einholen

Es empfiehlt sich mehrere Angebote von verschiedenen Fachbetrieben für die Anschaffung und die Installation einer Wärmepumpe einzuholen. So können Sie unterschiedliche Preise und Leistungen der Betriebe miteinander vergleichen und das beste Angebot herausfinden.

  1. Mit Qualitätstests die richtige Wärmepumpe finden

Auch Wärmepumpen werden von Organisationen wie Stiftung Warentest oder Ökotest geprüft. Das Qualitätsurteil bezieht Kriterien wie den Preis, die Energieeffizienz, Handhabung und Umwelteigenschaften ein. An solchen Testergebnissen können sich Verbraucher orientieren, um die für sich richtige Wärmepumpe zu finden.

  1. Nutzen Sie eine Wärmepumpe für Flächenheizungen

Eine Wärmepumpe lohnt sich besonders bei Flächenheizungen wie Wand- oder Fußbodenheizungen. Besonders kleine Verlegeabstände der Heizungsrohre in der Wand oder im Boden sind empfehlenswert. So kann die Energie der Wärmepumpe effizient und sparsam genutzt werden. Darauf sollte bereits in der Planungsphase vor dem Kauf der Wärmepumpe geachtet werden und ist besonders bei neugebauten Einfamilienhäusern sinnvoll.

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Toni Pavicic
Toni leitet das Portal Energieinitiative.org, setzt sich persönlich für regenerative Energien, den Umweltschutz und die Umwelt ein. Mit dem Portal Energieinitiative.org verfolgt er das Ziel, die Besucher zu informieren und das Umweltbewusstsein derselben zu stärken, um einen Dominoeffekt zu erzeugen.
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