Umweltfreundliche Heizsysteme, die sich langfristig lohnen

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Das Heizen ist im letzten Jahrzehnt deutlich teurer geworden und macht einen großen Anteil an den Betriebskosten aus. Daher suchen immer mehr Hausbesitzer nach alternativen Heizsystemen, die einerseits kostengünstig arbeiten und andererseits umweltfreundlich betrieben werden können. Vor allem der Ausstoß von CO2 steht dabei im Fokus. Drei unterschiedliche Heizsysteme stoßen kein CO2 ab oder arbeiten CO2-neutral und können daher sehr umweltfreundlich betrieben werden. Das sind Pelletheizungen, Solarthermie und Wärmepumpen. Sie nutzen Rohstoffe, die entweder umweltschonend gewonnen oder von der Natur zur Verfügung gestellt werden.

Heizen mit der Pelletheizung

Christian Schnettelker - Pellets - flickr.comEine Pelletheizung erzeugt dadurch Wärme, dass die aus Holz bestehenden Pellets in einer speziellen Brennkammer verbrannt werden und die dabei entstehende Wärme zur Beheizung des Wohnraums genutzt werden kann.

Besonders vorteilhaft bei diesem Heizsystem sind die geringen Kosten für den Brennstoff im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, wie Öl oder Gas. Allerdings wird für die Lagerung der Pellets vergleichsweise viel Lagerplatz benötigt. Ebenfalls für eine Pelletheizung spricht die Umweltfreundlichkeit. Zwar wird beim Verbrennen der Pellets CO2 produziert, die Menge wurde jedoch vorher von den Pflanzen, aus denen die Pellets gewonnen werden, absorbiert. Dadurch ergibt sich insgesamt eine positive Klimabilanz. Wer sich eine Pelletheizung anschafft, der muss jedoch mit stattlichen Anschaffungskosten und einem intensiven Wartungsaufwand rechnen.

Heizsystem Wärmepumpe

Auch die Wärmepumpe ist eine Möglichkeit, um Wohnraum umweltschonend zu beheizen und dabei eine gute Kostenbilanz zu erzielen. Eine solche Pumpe nutzt die Wärme in der Erde, der Luft oder dem Wasser und kann mit einer Antriebsenergie von 25 Prozent ganze 100 Prozent Heizwärme erzeugen. Dabei arbeitet die Wärmepumpe schadstoffemissionsfrei und nutzt Umweltenergie. Bei der Beheizung von Häusern wird üblicherweise die Erdwärme genutzt. Das erspart die Anschaffung und Planung der dauerhaften Versorgung mit einem Energieträger. Möglich ist die Nutzung einer Wärmepumpe auch bei relativ wenig Platz, da sie wahlweise im Außenbereich installiert werden kann. Das macht das Heizsystem für kleine Wohngebäude attraktiv. Die Installation einer solchen Pumpe zur Nutzung der Erdwärme ist jedoch nur nach vorheriger Genehmigung möglich und die Bodenbeschaffenheit muss vorab geprüft werden, da sie verschiedene Kriterien erfüllen muss.

Mit Solarthermie heizen

Tim Fuller - Typical Solar Installation - flickr.comGenutzt werden kann für die Beheizung von Eigenheimen auch Solarthermie. Hierzu werden Solarkollektoren auf dem Dach installiert und mit einem Heizsystem für das Haus verbunden. In den Kollektoren befindet sich eine Flüssigkeit, die als Wärmeträger dient und nach dem Aufheizen die Beheizung des Hauses übernimmt. Auch bei dieser Methode wird kein CO2 ausgestoßen, was die Solarthermie besonders umweltfreundlich macht. Außerdem lässt sie sich mit anderen Methoden kombinieren, um verschiedene Formen der Beheizung gemeinsam zu nutzen. Praktisch ist auch, dass Sonnenlicht der Energielieferant ist und dadurch keine Abhängigkeit von Rohstoffpreisen und kein Lagerbedarf für Rohstoffe besteht. Bei Solarthermie müssen Hausbesitzer jedoch beachten, dass hohe Anschaffungskosten anfallen und durch die Installation der Kollektoren das Aussehen des Hauses stark verändert wird. Erst durch die langfristige Nutzung über viele Jahre rechnet sich die Anschaffung für Hausbesitzer.

Verschiedene Heizsysteme im direkten Vergleich

Die wichtigsten Vor- und Nachteile und die Kosten für alle drei Heizsysteme sind in dieser Tabelle zusammengefasst. Sie bietet einen schnellen Überblick und macht den Vergleich der Systeme zum Beheizen von Häusern einfach.

Heizsysteme-Vergleich

 

Quellen:

Übersicht der Pelletpreise nach Region

Heizsysteme im Vergleich: Was passt am besten zu Ihrem Haus?

Bild-Copyrights:

Bild 1: Christian Schnettelker – Pellets – flickr.com

Bild 2: Tim Fuller – Typical Solar Installation – flickr.com

 

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Toni Pavicic
Toni leitet das Portal Energieinitiative.org, setzt sich persönlich für regenerative Energien, den Umweltschutz und die Umwelt ein. Mit dem Portal Energieinitiative.org verfolgt er das Ziel, die Besucher zu informieren und das Umweltbewusstsein derselben zu stärken, um einen Dominoeffekt zu erzeugen.
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