Stromspeicher – perfekte Ergänzung zur Solaranlage

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Solarenergie ist im unendlichen Maße verfügbar und CO2 entsteht bei der Produktion von Solarstrom nicht, wodurch die Umwelt geschont wird. Durch eine Solaranlage (Photovoltaikanlage) auf dem Dach, kannst du die gewonnene Energie sofort in Strom wandeln und zu Hause nutzen.

Bei einer Photovoltaikanlage wird Strom aber nicht rund um die Uhr produziert. Nachts wird beispielsweise gar kein Strom gewonnen, während um die Mittagszeit der meiste Strom produziert wird. Dem kann man entgegenwirken, indem man einen Stromspeicher benutzt, um den vorher gewonnenen Strom später nutzen zu können.

Hier findest du heraus, welche Arten von Stromspeichern es gibt und welche du am besten mit deiner Solaranlage kombinieren solltest. Es gibt auch eine KfW-Förderung für Stromspeicher, über die du dich hier ebenfalls informieren kannst.

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Mit einem Solarspeicher kannst du deinen Ökostrom speichern und später nutzen

So funktioniert ein Stromspeicher

Deine Solaranlage stellt tagsüber Ökostrom her, den du direkt verwenden kannst. Den meisten Ökostrom produziert deine Solaranlage insbesondere morgens und in den Abendstunden, sowie am Mittag. Den Strom, der tagsüber produziert wird, kannst du mit einem Stromspeicher speichern und in der Zeit verwenden, wenn deine Solaranlage keinen Strom mehr herstellt. Der ganze überschüssige Strom, den du weder verbrauchen noch speichern kannst, wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und du verdienst dran. Auf diese Weise kannst du deinen Energiebedarf komplett mit Ökostrom decken, den du selbst produzierst. Andere Bezeichnungen für einen Stromspeicher sind: Solarbatterie, Solarstrombatterie, Solar-Speicher und Photovoltaik-Speicher.

Steigende Nachfrage nach Stromspeichern

Die Preise für Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren stark gesunken, weshalb solche Anlagen bei Verbrauchern immer beliebter und gefragter sind. Vor einigen Jahren konnte man von der großen Einspeisevergütung profitieren und den Strom gewinnbringend verkaufen. In den letzten Jahren ist die Einspeisevergütung so gesunken, dass sie nicht mehr rentabel ist. Aufgrund dessen lohnt es sich eher, den selbst produzierten Strom dazu zu benutzen, seinen eigenen Energiebedarf zu decken. Wegen der Wetterabhängigkeit von Solaranlagen kann eine stabile Stromversorgung durch die eigene Photovoltaik-Anlage nicht immer gewährleistet werden.

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Mit einem Stromspeicher kann die Stromnutzung aus dem Netz bis zu 60 % reduziert werden

Die Lösung für dieses Problem ist ein Photovoltaik-Speicher, der den durch Solarenergie gespeicherten Ökostrom speichert und dann abgibt, wann man ihn benötigt. Dadurch kannst du selbst deine Stromrechnung senken, weil du primär deinen eigenen Strom nutzt. Den überschüssigen Strom kannst du nach wie vor verkaufen und profitierst dadurch doppelt. Dadurch kannst du auch das Stromnetz entlasten und deinen Beitrag zur Energiewende leisten.

Die KfW-Bank fördert Stromspeicher finanziell mit dem „Erneuerbare-Energien-Speicher“-Programm.

Die verschiedenen Arten von Stromspeichern

Bei Photovoltaik-Speichern gibt es zwei grundsätzliche Stromspeicher-Arten: direkte und indirekte Stromspeicher. Der Unterschied wird in deren Kennzahlen deutlich – diese unterscheiden sich in den Gebieten Wirkungsgrad, Kapazität und Ladezyklen. Private Haushalte nutzen häufig indirekte Speicher wie Blei-Säure-Akkus oder Lithium-Ionen-Akkus.

Indirekte Stromspeicher

Indirekte Stromspeicher sind elektrochemische Speicher wie Akkus oder Batterien. Die höchste Speicherkapazität haben dabei Blei-Säure-Akkus. Unmittelbar danach folgen Redox-Flow-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus. Wenn die Stromproduktion den Stromverbrauch übersteigt, fließt der überflüssig generierte Strom in die Speicher, der ihn bei Bedarf wieder freigibt.

  • Blei-Säure-Akkus
  • Lithium-Ionen-Akkus
  • Redox-Flow-Akkus

Zu den indirekten Stromspeichern gehören auch:

  • Wasserstoff
  • Pumpspeicherkraftwerke
  • Druckluftspeicher
  • Schwungradspeicher
  • Direkte Stromspeicher

Zur Speicherung von Strom bei Kondensatoren, welche aus elektrisch leitenden und nicht leitenden Schichten bestehen, wird an die Elektronen eine Spannung angelegt. Durch ein dadurch entstehendes Magnetfeld wird der Strom ohne Umwandlung gespeichert. Bei Bedarf kann der Strom direkt wieder abgerufen werden.

Bei direkten Stromspeichern kann der Strom in Sekundenbruchteilen abgerufen werden. Direkte Stromspeicher eignen sich bestens um das Stromnetz bei Spannungsspitzen und Spannungstälern zu stabilisieren. Direkte Stromspeicher haben aber nur eine geringe Speicherkapazität, weshalb sie oft als Kurzspeicher eingesetzt werden.

Die Wirkungsgrade der unterschiedlichen Solarspeicher

In der Grafik weiter unten kannst du den minimalen und maximalen Wirkungsgrad der verschiedenen Stromspeicher sehen, bzw. den Unterschied in der Spanne zwischen direkten und indirekten Stromspeichern. Der Wirkungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis von aufgenommener und abgegebener Energie. Wenn ein Wirkungsgrad 100 beträgt, kann jede gespeicherte Kilowattstunde wieder komplett abgerufen und verbraucht werden. Ein Fachmann wird dir bei deiner Auswahl behilflich sein, da nicht jeder Stromspeicher für dich optimal ist.

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Quelle: energieheld.de

Stromspeicher Hersteller

Private Haushalte greifen bei Stromspeichern seit jeher gerne auf Lithium-Ionen-Akkus oder Blei-Säure-Batterien zurück. Blei-Säure-Batterien sind deshalb so beliebt, weil die Speicherkapazität, gegenüber der Konkurrenz, am günstigsten zu haben ist. Aber auch die Konkurrenz hat ihre Vorteile. So ist der Wirkungsgrad bei Lithium-Ionen-Akkus der Größte. Die verschiedenen Hersteller der Stromspeicher haben in ihrem Angebot meist beide Varianten, weil sie so beliebt sind. Nachfolgend findest du einige Hersteller von Stromspeichern.

  • Akasol
  • IBC Solar
  • Centrosolar
  • SolarWorld
  • Varta

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Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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1 Kommentar

  1. Hallo Manfred,

    ein richtig guter Bericht über Tesla´s Engagement bei den Stromspeihern.

    SMA hat schon einen 200%-Anstieg Bewertungsanstieg hinter sich und die Story ist dank Tesla intakt.

    Ich denke hier können wir bei gleichzeitiger sinnvoller Diversifizierung in Rohstoffe, dem bärigen Aktienmarkt per Gold und Silber begegnen.

    Bis zum Jahr 2018 und weiter bis 2022 werden wir eher einen Rohstoffmarkt sehen.

    Sehr gut und wirklich ganz wunderbar aber ansonsten einmal solch kompetente Zusammenfassung zu dem Thema: „Solar und Speicher“ zu finden. Wenn gleich eine reale Umsetzung wohl noch aussteht, oder?

    Unter: http://www.eo2.de finden Sie jetzt noch mehr über uns 😉 zu den Themen wirtschaftlich klimaneutrale Einheiten, vor allem per Solarenergie und Speicherung, also energieproduzierende Häuser, die kein Geld mehr kosten, sondern bringen.

    So weit und auf weiter gute Ergebnisse bei der sauberen erneuerbaren Energieproduktion, Gruss, Nils

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