Stromanbieter Deutschland – so findest du günstige Tarife

stromanbieter-deutschlandDu ärgerst dich über immer wieder steigende Preise bei deinem Stromanbieter in Deutschland? Falls ja, wird es für dich höchste Zeit deinen Stromanbieter zu wechseln. Mit einem Wechsel kannst du, abhängig von der Region, in welcher du dich befindest, einige hundert Euro im Jahr sparen (durchschnittlich 281 € im Jahr bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden).

geld-sparen-mit-ökostromDer Grund für die ständig steigenden Strompreise liegt in den steigenden Rohstoffpreisen für Öl, Gas und Kohle. Lokale Grundversorger setzen auf diese nicht erneuerbaren Energieformen und haben darüber hinaus das Problem, das es viele zahlungsunfähige Kunden gibt. Die Schulden werden daraufhin auf die zahlende Kundschaft abgewälzt, was den Strompreis in die Höhe treibt. Dazu kommen noch staatliche Abgaben wie Umlagen, die in den Strompreis einfließen. Diese Abgaben sollen das Netz ausbauen und erneuerbare Energien fördern, die den Strompreis in einigen Jahren sinken lassen werden. Bis dahin solltest du so oft wie möglich deinen Stromanbieter wechseln, damit du so viel Geld wie möglich sparen kannst und den immer weiter steigenden Strompreisen entgegenwirken kannst.

ökostrom-günstiger-als-atom-kohle-stromDu solltest, wenn du den Stromanbieter wechseln möchtest, das Thema Ökostrom nicht vernachlässigen. Ökostrom ist nämlich gut für die Umwelt, weil keine Treibhausgase bei seiner Produktion entstehen, die den Klimawandel vorantreiben. Außerdem erhöht sich sein Anteil im Strom-Mix mit jedem neuen Ökostromkunden, was die Energiewende fördert, indem konventionelle Stromarten verdrängt werden. Zu guter Letzt kannst du mit Ökostrom auch sparen, weil er in den meisten Städten in Deutschland bereits seit 2011 günstiger ist als konventioneller Strom.

Ratgeber Stromanbieterwechsel – das solltest du wissen

Die Kündigung deines Stromanbieters - so geht es
Um deinen Stromanbieter wechseln zu können, musst dein aktueller Stromliefervertrag gekündigt werden. Große Sorgen musst du dir über die Kündigung aber nicht machen, weil dein neuer Stromanbieter sich um die Kündigung kümmern wird. Du erteilst ihm, bei der Anmeldung, die Ermächtigung darüber. Sollten aber nur noch wenige Tage bis zum Ende der Kündigungsfrist übrig sein, solltest du dich besser selbst um die Kündigung kümmern, da dein neuer Stromanbieter eventuell keine Zeit mehr hat und dann die Gefahr besteht, dass dein aktueller Vertrag verlängert wird. Die Kündigung kannst du formlos vornehmen. Verlange aber immer eine Bestätigung. Auch bei der Sonderkündigung musst du selbst aktiv werden, da es das Gesetz so vorsieht. Die Kündigungsformulare kannst du übrigens hier kostenlos herunterladen und ausdrucken.
Wie viel Zeit dauert der Wechsel?
Der Wechsel an sich nimmt keine Zeit in Anspruch, da er nahtlos passiert. Der Strom wird dir dazu auch nicht abgestellt. Es ändert sich lediglich der Stromanbieter, der deine Abrechnung übernimmt. Du musst lediglich abwarten, bis die Kündigungsfrist abläuft, jedoch hat dies mit dem Wechsel wenig zu tun.
Stromzähler und Zählerstand - wie finde ich sie?
Du wirst deinen Zählerstand brauchen, wenn du beabsichtigst, deinen Stromanbieter zu wechseln. Dieser befindet sich auf deinem Stromzähler vor oder nach der Abkürzung „kWh“. Den Stromzähler findest du bei deinem Sicherungskasten oder beim Hauptverteiler im Keller. Falls du in einer Wohnung lebst, ist auch die Zählernummer wichtig. Diese zeigt dir, welcher Zähler dir gehört und du kannst sie aus deinem Vertrag entnehmen. Falls nicht, solltest du deinen Stromanbieter kontaktieren und nachfragen.
Günstige Pakettarife - die richtige Wahl?
Pakettarife sind deshalb so günstig, weil sie im Voraus bezahlt werden müssen. Dadurch wird die zahlungsunfähige Kundschaft bereits im Kern eliminiert. Im Gegenzug bekommst du eine vorher bestimmte Anzahl an Kilowattstunden, welche du einen vorher bestimmten Zeitraum über verbrauchen darfst. Aber Achtung: dein Stromverbrauch sollte sehr stabil sein. Bei der Überschreitung wirst du wesentlich höhere Gebühren pro Kilowattstunde in Kauf nehmen müssen und falls du weniger verbrauchst, bekommst du das Geld für die übrig gebliebenen Kilowattstunden nicht erstattet und kannst diese auch nicht übertragen. Pakettarife solltest du übrigens nur bei seriösen Stromanbietern buchen. Der Grund: falls der Stromanbieter Pleite geht, ist dein Geld auch verloren.
Probleme beim Wechsel - wird mir der Strom abgestellt?
Dein Strom kann dir zu keinem Zeitpunkt abgestellt werden, vorausgesetzt, du hast alle deine Stromrechnungen fristgerecht bezahlt. Es ändert sich nämlich nur der Stromanbieter, der dir deinen Strom abrechnet. Es wird dir danach immer noch der selbe Strom zugestellt, wie vorher, weil er in das selbe Netz eingespeist wird. Auch bei Wechselproblemen, die ziemlich unwahrscheinlich sind, kann dir der Strom nicht abgestellt werden, da er dir in Deutschland rechtlich zugesichert ist. Die Lieferung übernimmt dann vorübergehend dein lokaler Grundversorger.
Mein Strompreis steigt - ist das normal?
Es ist völlig normal, dass dein Stromanbieter den Preis für dich von Zeit zu Zeit erhöht. Wie oft und wie hoch die Steigerung sein darf, ist genau vertraglich festgelegt. Sollte dein Stromanbieter den Preis darüber hinaus erhöhen, kannst du schriftlichen Widerspruch einlegen, woraufhin du entweder deinen alten Preis zurück bekommst oder die Sonderkündigung aussprechen kannst. Mit der Sonderkündigung kommst du sofort aus dem Vertrag heraus und kannst dich dann nach einem neuen Stromanbieter umsehen. Buche beim nächsten Mal am besten eine Strompreisgarantie mit. Damit kannst du dich vor steigenden Preisen schützen.
Wie oft sollte ich meinen Stromanbieter wechseln?
Deinen Stromanbieter solltest du am Ende einer jeden Vertragslaufzeit wechseln, weil du nur auf diese Weise immer wieder einige hundert Euro sparen kannst. Begrenze die Vertragslaufzeit beim nächsten Mal am besten auf ein Jahr, damit du jährlich sparen und den Stromanbieter ohne lange Wartezeit wechseln kannst.
Das Auffinden eines guten Stromanbieters
Heutzutage ist es ein Leichtes in Deutschland, einen neuen Stromanbieter zu finden und zu diesem zu wechseln. Am besten funktioniert es mit einem Stromvergleichsrechner, wie er hier oben auf der Seite vorhanden ist. Gebe dort einfach eine Postleitzahl aus Deutschland und deinen Jahresverbrauch ein. Anschließend bekommst du eine Liste mit den günstigsten Stromanbietern, die in dein Gebiet liefern können. Achte dabei aber nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die sonstigen Konditionen wie Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Weitere Konditionen kannst du in den Suchoptionen eingeben. Die Suche nach einem billigen und guten Stromanbieter sowie der Wechsel dauern keine 15 Minuten.
Ich brauche meine Kundennummer - wo finde ich sie?
Deine Kundenummer wirst du bei deinem Stromanbieterwechsel brauchen. Du findest sie in der Rechnung oder im Vertrag. Wenn nicht, musst du dich mit deinem Stromanbieter in Verbindung setzen.
Wo befindet sich mein Jahresverbrauch?
Deinen Jahresverbrauch kannst du deiner Jahresabrechnung entnehmen. Falls du die neuste Abrechnung noch nicht bekommen hast, kannst du dich an der Alten orientieren oder deinen Stromanbieter fragen.
Was ist eigentlich mit Ökostrom?
Ökostrom ist sauberer und erneuerbarer Strom, der aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Es entstehen keine Treibhausgase bei seiner Produktion, weshalb er gut für die Umwelt ist. Durch die Steigerung seines Anteils im Strom-Mix werden konventionelle Stromarten verdrängt und die Energiewende wird beschleunigt. Zusätzliche Investitionen lassen sich mit zertifizierten Ökostromtarifen bewirken. Informationen dazu findest du weiter unten. Und zu guter Letzt kannst du mit einem Ökostromtarif auch noch Geld sparen, weil sie mittlerweile meist günstiger sind als Tarife mit konventionellem Strom.

Empfehlenswerte deutsche Ökostromzertifikate und Labels

gruener-strom-labelMit dem Grüner Strom Label bekommst du echten Ökostrom aus erneuerbaren Quellen und der ausgezeichnete Stromanbieter verpflichtet sich mindestens einen Cent pro Kilowattstunde Ökostrom in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Das Label wird vom Grüner Strom Label e. V. vergeben, zu dessen Trägern bekannte Organisationen gehören, die sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzen.


2-ok-power-labelAuch mit dem ok-Power Label bekommst du Ökostrom aus erneuerbaren Quellen und es kommt zu Investitionen in erneuerbare Energien, die auch mindestens einen Cent pro Kilowattstunde Ökostrom betragen. Das Label wird von EnergieVision e. V. vergeben. Zu den Trägern gehören ebenfalls Institutionen, die sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzen, aber auch Verbraucherzentralen.


3-tuev-sued-ee01-ee02-siegelDer TÜV garantiert ebenfalls echten Ökostrom aus erneuerbaren Quellen und Investitionen von mindestens einem Cent pro verkaufter Kilowattstunde Ökostrom. In manchen Fällen wird eine Markanalyse erstellt, die das Investitionsvolumen bestimmt. Darüber hinaus müssen die Anlagen zur Ökostromerzeugung strenge ökologische Mindestvoraussetzungen erfüllen, weshalb sie alle 6, bzw. 12 Jahre erneuert werden müssen. Der TÜV Süd, der TÜV Nord und der TÜV Rheinland sind die Vergabestellen.


Neben den oben vorgestellten Zertifikaten und Labels, gibt es noch eine Vielzahl an anderen Labels, die den Ökostrom der verschiedenen Stromanbieter bewerben sollen. Auch wenn die Wahl von Ökostrom gut ist, gibt es keine Garantie darüber, dass es auch zu Investitionen kommen wird. In diesem Fall muss man das einfach hoffen und dem Stromanbieter vertrauen, weil er nicht kontrolliert wird. Stromtarife, die RECS-zertifiziert sind, solltest du meiden. RECS-Zertifikate können frei gehandelt und von deutschen Stromanbietern günstig gekauft werden. Der Haken: mit dem Kauf solcher Zertifikate können deutsche Stromanbieter günstig ihren konventionellen Strom umetikettieren und als Ökostrom verkaufen. Das liegt natürlich nicht im Sinne der Energiewende und umweltbewusster Kunden, weil der Ökostromanteil im Strom-Mix dadurch sinkt.

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