Ökobanken – die Vision von einst ist die Realität heute

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Die Wurzeln ökologisch ausgerichteter Banken in Deutschland reichen bis in das Jahr 1984 zurück. Damals gründeten in Frankfurt ehemalige Mitglieder der Sponti-Szene vom Main die genossenschaftlich ausgerichtete Ökobank. Im Jahr 1988 konnte die Ökobank den Geschäftsbetrieb aufnehmen. Unter anderem in der ehemaligen Hochburg der Frankfurter alternativen Szene, dem Stadtteil Frankfurt, war das Unternehmen angesiedelt. Durch Managementfehler geriet die Bank jedoch im Jahr 2000 in Schieflage und wurde letztendlich von der GLS-Bank in Bochum übernommen.

Alternative Banken – früher keine Selbstverständlichkeit

Wie schwer sich die etablierten Kreditinstitute mit einem Mitbewerber taten, dessen Ziel ein alternativer Geldkreislauf mit rein ökologisch ausgerichteten Finanzierungen und Geldanlagen in nachhaltige Projekte tat, zeigten die Aufnahmeverhandlungen für den Beitritt in den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Erst im Jahr 1996 stimmte der Verein zu. Zwei Jahre zuvor wurde in Nürnberg die UmweltBank gegründet.

Dieses Institut hatte offensichtlich aus den Fehlern der Frankfurter gelernt und gilt heute als vollständig etablierte Bank mit rein ökologischer und nachhaltiger Ausrichtung. Die Bank agiert als Aktiengesellschaft, der Kurs der Aktie und die Ausschüttung für das Jahr 2015 dürfte manchem Aktienbesitzer der Deutsche Bank AG schlicht die Tränen in die Augen treiben. Während der deutsche Branchenprimus aufgrund des größten Verlustes in der Geschichte des Instituts die Dividendenzahlung bis 2017 vorerst ausgesetzt hat, konnten sich die Aktionäre über eine erneute Steigerung der Ausschüttung freuen.

Nachhaltiges Banking – heute nicht nur für Träumer

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Nachhaltige Banken gehören heute zum Bild der Bankenlandschaft wie die Sparkassen. Vor dem Hintergrund, dass sie relativ gesehen immer noch recht jung sind, ist es nachvollziehbar, dass die Zuwachsraten weiter ansteigen. Während die Ökobank seinerzeit auch vor dem Hintergrund des NATO-Doppelbeschlusses als Alternative zum damaligen Establishment auch auf dem Geldsektor gegründet wurde, ist es heute das sich immer weiter verbreitende „Gewissen“ der Bankkunden, welches zu einer Kontoeröffnung bei einem alternativen Geldhaus führt. Die Tatsache, dass nicht nur Konten für Privatpersonen, sondern auch für Firmen geführt werden, zeigt, dass auch in den Chefetagen einiger Unternehmen inzwischen umgedacht wird. Dabei sind es nicht nur Unternehmen, die ebenfalls im nachhaltigen Sektor tätig sind.

Auch der eine oder andere Jungunternehmer aus dem Onlinesektor ist bewusst, dass er mit seinem Geld durchaus auch sinnvolle Projekte unterstützen kann. Alternatives Banking heißt nicht, in lila Latzhosen Geld zu zählen, sondern schlicht, Verantwortung zu zeigen und als Kunde zu übernehmen. Die etablierten Institute mussten erkennen, dass die Zeiten der in ihren Augen „ökologischen Träumer“ im Finanzsektor vorbei sind und die Verbraucher hier echte Lösungen sehen. Welche Erfahrungen Bankkunden mit nachhaltigen Instituten machen können, ist beispielsweise auf dem Portal www.bestesgirokonto.net nachzulesen.

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Toni Pavicic
Toni leitet das Portal Energieinitiative.org, setzt sich persönlich für regenerative Energien, den Umweltschutz und die Umwelt ein. Mit dem Portal Energieinitiative.org verfolgt er das Ziel, die Besucher zu informieren und das Umweltbewusstsein derselben zu stärken, um einen Dominoeffekt zu erzeugen.
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