Klimawandel – die Vitalfunktionen der Erde

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1. Teil: Die Beweise für den Klimawandel
2. Teil: Die Ursachen des Klimawandels
3. Teil: Die Auswirkungen des Klimawandels
4. Teil: Klimawandel – die Vitalfunktionen der Erde

Kohlenstoffdioxid

Letzte Messung: November 2014

339,3 Teile pro Million

buttde

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein wichtiges Hitze speicherndes Gas (Treibhaus), welches durch menschliche Aktivität wie der Entwaldung oder Verbrennung fossiler Brennstoffe, aber auch durch natürliche Gegebenheiten wie Vulkanausbrüche und Respiration, freigesetzt wird. Die erste Grafik zeigt den atmosphärischen CO2-Gehalt der letzten Jahre, der den durchschnittlichen saisonalen Zyklen angepasst wurde. Die zweite Grafik zeigt den CO2-Gehalt während der letzten drei Eiszeiten. Die Daten wurden aus Eiskernen gewonnen.

Die Animation unten zeigt die weltweite Verteilung und Variation des Kohlenstoffdioxid-Gehaltes in der mittleren Troposphäre in Teilen pro Million (ppm). Die Farbe der Weltkarte ändert sich im Laufe der Zeit in Rot. Der Grund dafür ist der stetig steigende Kohlenstoffdioxid-Anteil in der Atmosphäre.

CO2-anteil-atmosphäre-entwicklung

Monatliche Messungen des CO2-Anteils

 

co2-anteil-historisch-entwicklung

Rekonstruktion von Daten aus Eiskernen

 


Weltweite Temperatur

Letzte Messung: 2013

0.61 °C

 

Der Graf veranschaulicht die Änderung der Temperatur der Erdoberfläche im Verhältnis zu den Durchschnittstemperaturen zwischen 1951 – 1980. Die 134 Jahre alte Aufzeichnung verrät, dass die wärmsten 10 Jahre seit 1998 stattfanden. Dabei waren die Jahre 2005 und 2010 die Wärmsten. Diese Statistik stimmt weitgehend mit den Statistiken der Climatic Research Unit und National Atmospheric and Oceanic Administration überein. Die animierte Grafik darunter zeigt die durchschnittlichen Änderungen der Erdoberflächentemperatur in Jahres-Schritten zwischen 1884 und 2013. Dunkelblau zeigt Regionen, die unterdurchschnittlich kalt sind während die rote Farbe Regionen aufzeigt, in denen es überdurchschnittlich warm ist.

erdtemperatur-entwicklung-1880-2010

Weltweiter Erd-Ozean Temperaturindex


Arktisches Eisminimum

Das arktische Eis erreicht jeden September sein Minimum. Verglichen mit dem Durchschnittswert zwischen 1981 und 2010, ist das Eis mit 13,3 Prozent pro Jahrhundert rückläufig. Die Grafik zeigt den Umfang des arktischen Eises im September ab 1979. Die Daten stammen aus Satellitenaufnahmen (Quelle).

Basierend auf Satellitenbeobachtungen, zeigt die Animation darunter das arktische Eisminimum seit 1979. Der Umfang im Jahre 2012 ist dabei der Kleinste, seit Beginn der Beobachtungen.

septemberumfang-arktisches-eis-entwicklung

arktisches-eisminimum-rückgang-1979-2013

1979 – 2013


Festlandeis

Daten der NASA zeigen, dass die Festlandeisschichten in der Arktis und auf Grönland an Masse verlieren. Der arktische Kontinent verliert seit 2003 147 Milliarden Tonnen Eis, während Grönland 258 Milliarden Tonnen jährlich verliert.

 

festlandeis-rückgang-arktis

 

festlandeins-rückgang-grönland


Meeresspiegel

Letzte Messung: September 2014

buttde

Die Meeresspiegel steigen und verantwortlich dafür sind zwei Faktoren der Erderwärmung: das zusätzliche Wasser wird durch das Schmelzen von Gletschern und Festlandeis verursacht. Die erste Grafik zeigt Änderungen der Meeresspiegel seit 1993 (Satellitenbeobachtungen).

Der zweite Graf zeigt, wie stark die Meeresspiegel zwischen 1870 und 2000 gestiegen sind.

meeresspiegel-anstieg-1993-2014-entwicklung-satellitendaten

meeresspiegel-anstieg-1993-1990-entwicklung-landdaten


Waldbedeckung

Der weltweite Waldverlust betrug zwischen 2002 – 2012 ganze 2,3 Millionen Quadratkilometer, während in der selben Zeit rund 800000 Quadratkilometer nachwuchsen, wie NASA-Satelliten beobachtet haben.

Die beiden folgenden Grafiken zeigen den Waldverlust in Brasilien und in Indonesien zwischen 2002 und 2012. Von allen Ländern weltweit verzeichnete Indonesien den größten Waldverlust in diesem Zeitraum. Brasilien konnte einen Rückgang im Waldverlust verzeichnen, da Gesetze gegen den Waldverlust im letzten Jahrzehnt verabschiedet wurden. Gründe für den Waldverlust sind Abholzung, Waldbrände, Windstürme und Insekten.

Quelle: Science Magazine, „High-Resolution Global Maps of 21st-Century Forest Cover Change„, November 2013

waldverlust-brasilien-2001-2012

waldverlust-indonesien-2001-2012

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Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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1 Kommentar

  1. Dieter Berlitz am

    Wir hätten wohl keinen so großen technologischen Fortschritt gehabt, hätten unsere Vorfahren auf das Klima geachtet. Jetzt liegt es an uns ihre Fehler wieder auszubügeln. Aber wenn man sich die Konsequenzen mal vor Augen führt, kann ich mir gut vorstellen, dass es zum Ausbügeln schon zu spät ist.

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