Grüner Strom ohne Aufpreis – Ist das möglich?

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Soll die Energiewende klappen, so ist am Ende auch jeder Einzelne gefordert. Häufig werden hohe Preise als ein Argument gebracht, welches gegen einen Wechsel hin zum Ökostrom sprechen würde. Wer jedoch klug vergleicht und analysiert, kann diesen theoretischen Aufpreis durch die Wahl des günstigsten Anbieters von Beginn an gezielt abfedern. Es lohnt sich deshalb, lieber einmal genauer hinzuschauen.

Die Ausgangssituation

energiewende

 

Tatsächlich hat Deutschland schon gute Fortschritte gemacht, was das Thema des Ökostroms angeht. Bereits im Jahr 2015 bezogen rund 30 Prozent der Bürger ihren Strom über die grüne Variante und trugen somit einen kleinen Teil zum Schutz der Umwelt bei. Bis ins Jahr 2025 möchte die Bundesregierung diesen Anteil auf mindestens 40 Prozent steigern. Folglich wäre dies ein Mittel, um Atom- und Kohlekraftwerke noch stärker unter Druck zu setzen und sie in einem gesunden Prozess vom Netz zu nehmen.

In der Praxis zahlen die Deutschen für jede Kilowattstunde, die sie aus dem Netz beziehen, einen Betrag von etwa 30,2 Cent. Darin eingerechnet sind bereits die Steuern, die dabei ebenfalls anfallen. Tatsächlich wäre es jedoch selbst nur unter der Berücksichtigung des etwas teureren Ökostroms möglich, den Preis im Durchschnitt um mehrere Cent zu senken. Bei vielen Stromvergleichen im Internet kann man über einen Filter gezielt nach Ökotarifen suchen. Dies macht es möglich, Geld zu sparen und zugleich noch einen eigenen kleinen Beitrag zu leisten. Der Stromvergleich bleibt somit ein wichtiges Mittel zur Kostenreduktion.

Kritik am System

norwegen-oekostrom

Das System, welches aktuell in Europa vorherrscht, scheint jedoch noch nicht sonderlich gut durchdacht zu sein. Denn nach wie vor kann sich selbst Atomstrom in ein grünes Gewand werfen und damit als ökologische Variante angeboten werden. Ein gutes Beispiel dafür ist Norwegen, wo die Mehrheit des Stroms aus der Wasserkraft stammt. Die Erzeuger in Norwegen bekommen dafür gerechtfertigte Zertifikate, die sie nun jedoch an deutsche Stromkonzerne und Erzeuger verkaufen können. Genau diese Form des Handels müsste nach der Meinung des BUND verboten werden, um unter den Verbrauchern für eine genaue Informierung zu sorgen.

Andererseits gibt es eine ganze Reihe an Unternehmen, welche ausschließlich ökologischen Strom produzieren. Ein großer Teil der Einnahmen, die daraus entstehen, wird in der Folge sogar neu investiert und für den Bau neuer Anlagen eingesetzt. Ein Blick auf die verschiedenen Siegel, die in der Vergangenheit für die Klassifizierung eingeführt worden sind, lohnt sich ebenfalls. Damit fällt es noch leichter, selbst den gewünschten Überblick zu gewinnen.

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Toni Pavicic
Toni leitet das Portal Energieinitiative.org, setzt sich persönlich für regenerative Energien, den Umweltschutz und die Umwelt ein. Mit dem Portal Energieinitiative.org verfolgt er das Ziel, die Besucher zu informieren und das Umweltbewusstsein derselben zu stärken, um einen Dominoeffekt zu erzeugen.
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