Gaspreisentwicklung

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Jeder zweite Haushalt in Deutschland heizt jetzt mit Gas. Ein Blick auf den Markt könnte somit den Verbraucher freuen – die Gaspreise sinken schon seit einem längeren Zeitraum. Leider erfahren, tut dies der Verbraucher selbst herzlich wenig. Wie ist das möglich? Wir klären über die Hintergründe zum Gaspreis auf und zeigen wieso ein Gasanbieterwechsel für Verbraucher von Vorteil wäre.

Ein zu hoher Gaspreis

Während wieder von steigenden Heizölpreisen gesprochen werden, sind Gaspreise weiter am Abnehmen. Die Importpreise von Gas sind radikal gesunken, während sich die Gasanbieter nur widerwillig dazu bringen auch den Verbraucher mit einem niedrigeren Gaspreis zu entlasten. Nur minimal wird der Gaspreis nach unten geschraubt, sodass Verbraucher weiterhin zu viel bezahlen.

Wieso sinkt der Gaspreis kaum?

Einige Gründe werden immer wieder angegebenen, warum der Gaspreis für Verbraucher noch so hoch ist- z.B. langfristige Verträge mit den Exportstaaten oder höhere Netzungsentgelte. Auch der abnehmende Energiebedarf von Haushalten wird aufgezählt- seit mehreren Jahren wird nämlich weniger Energie für Heizen benötigt. Zum einen wegen vermehrter Sanierung von Gebäude (die wegen der Energiewende von der Bundesregierung gefordert werden), zum Anderen wegen einer stärkeren Investierung in Energieeffizienz –wie z.B. Abdichtung von Türen und Fenstern und sparsameren Heizungen.

Übereinstimmend wird jedoch das Verbraucherverhalten in Deutschland als die Hauptursache von hohen Gaspreisen genannt: Deutsche wechseln Gasanbieter eher ungern und bleiben somit bei dem teuren Tarif ihres Grundversorgers. Dieser sieht dann auch keinen Grund, warum er dann die Gaspreise senken sollte.
Gasanbieter und Stadtwerke sind dadurch alleine am profitieren, während der Verbraucher einen zu hohen Gaspreis bezahlt. Dabei hat der Verbraucher seit der Liberalisierung des Gasmarktes in 2005/2006 mehr Optionen den je – denn nun können auch kleine Gasanbieter mitreden, was dem Wettbewerb zu Gute kommt. Deshalb fordert inzwischen selbst das Bundeskartellamt auf, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und durch einen Wechsel Einfluss auf die Gasanbiter auszuüben.
Einige Anbieter haben zwar am Anfang des Jahres eine Preissenkung angekündigt, aber durchschnittlich kann eine Preissenkung von mehr als 5% nicht erwartet werden. Andere Gasanbieter bleiben bei ihren fest gesetzten Preisen oder erhöhen sie sogar.

Zwar kann man mit ganz einfachen Tipps Gas sparen:

  • Statt das Fenster den ganzen Tag auf Kippe stehen zu lassen, lieber 3-5x am Tag mit weit offenem Fenster lüften
  • Vor einem Ausflug die Heizung runterdrehen: 15 Grad bei einem kurzen Ausflug und 12 Grad bei einem langen Ausflug reichen vollkommen aus
  • Heizkörper freihalten damit dem Wärmestrom nichts im Weg steht
  • Rolläden und Vorhänge benutzen: die schnelle Abkühlung eines Zimmers kann damit verhindert werden
    Jedoch lohnt sich der Gasanbieterwechsel zu einem alternativen Anbieter im Vergleich immer noch am meisten. Insbesonders wenn man immer noch bei seinem örtlichen Grundversorger ist. Durch einen Wechsel können bis zu einem Drittel der Kosten eingespart werden. Der Wettbewerb zwischen den Gasanbietern, die mit verschiedenen Boni locken, macht den Gasanbieterwechsel besonders lohnenswert.

Was ist bei einem Gasanbieterwechsel wichtig zu beachten?

Vergleichsportale wie Wechseljetzt.de helfen einfach und schnell dem Verbraucher den günstigsten Gasanbieter für sich zu finden. Dabei wird nicht nur auf einen günstigen Tarif geachtet sondern auch auf Qualität und Fairness. Deshalb werden die empfolenen Kriterien von Stiftung Warentest eingehalten:

  • Monatliche Abschlagszahlungen und keine Vorkasse: Es wird empfohlen nicht mehr als einen Monat im Voraus zu zahlen, denn im Falle einer Insolvenz des Gasanbieters gehen Vorauszahlungen meistens verloren.
  • Eine Laufzeit von maximal 12 Monaten: Diese ermöglicht dem Verbraucher in seinen Entscheidungen flexibel zu bleiben und jedes Jahr von Wechselboni profitieren zu können. Durch einen erneuten Gasanbietervergleich kann immer wieder der günstigste Gasanbieter ermittelt werden.
  • Keine kWh-Pakete: kWh Pakete sind nur empfehlenswert, wenn der Verbraucher exakt genau seinen Gasverbrauch einschätzen kann. Wenn dies nicht der Fall ist, können kWh-Pakete zur Kostenfalle werden: bei einem geringeren Verbrauch gibt es nämlich kein Geld zurück und bei einem zu hohen Verbrauch werden überschreitende Arbeitsstunden mit einem höheren Tarif als üblich berechnet. Zudem geht das vorausgezahlte Geld im Falle der Insolvenz des Gasanbieters verloren.
  • Eine 12-monatige Preisfixierung: Diese schützt den Verbraucher vor einer Preiserhöhung während der Vertragslaufzeit.
  • Wechselboni im ersten Jahr: Durch die Berücksichtigung von Wechselboni und dem jährlichen Gasanbieterwechsel kann der Verbraucher am meisten sparen. Das Wichtige hierbei ist, dass der Neukundenbonus auch dann ausgezahlt wird, wenn der Gasanbieter nach dem ersten Jahr gewechselt wird.

Durch die Einhaltung dieser Kriterien kann der Verbraucher einfach und schnell seinen Gasanbieter wechseln, ohne sich Sorgen machen zu müssen.

Durch den kostenlosen Erinnerungsservice von Wecheljetzt.de besteht zudem die Option, nach einem Jahr erneut über eine Wechselmöglichkeit benachrichtigt zu werden.

Fazit

Importpreise von Gas sind seit längerer Zeit am Abnehmen- leider kommt dies nicht ganz bis zum Verbraucher durch, der die meiste Zeit einen zu hohen Gaspreis bezahlt. Dabei kann das ganz einfach selbst in die Hand genommen werden durch einen Gasanbietervergleich, der den günstigsten Gasanbieter für einen ermittelt. Bei einem Wechsel kann dann sehr viel Geld gespart werden, besonders wenn man noch Kunde beim Grundversorger ist.

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Manfred Strecker
Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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