EU plant bis 2030 einen höheren Anteil an Erneuerbaren Energien

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Erneuerbare Energien sind eine der Kernthematiken, die in der Politik derzeit eine große Rolle spielen. Das ist nicht nur auf Landes- oder Bundesebene der Fall, wie das aktuelle Bestreben der EU signalisiert, bis 2030 den EE-Anteil in die Höhe zu schrauben. Konkret sollen bis zu 35 Prozent am gesamten Energieverbrauch realisiert werden, was eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung des Fraunhofer ISI als realistisch erachtet.

Windräder und Solaranlagen sind gemeinsam aufgestellt.

Erneuerbare Energien gibt es nicht nur in einer Form, sondern es stehen mehrere Alternativen zur Verfügung. Bildquelle: Soonthorn Wongsaita – 591222656 / Shutterstock.com

Anteil Erneuerbarer Energien soll in den nächsten Jahren stark steigen

Die Europäische Union hat es sich im Zuge des Klimawandels zum Ziel erklärt, die Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren deutlich voranzubringen. Dies äußert sich in dem Bestreben, binnen der nächsten 12 Jahre einen Anteil von knapp einem Drittel am gesamten Energieverbrauch zu realisieren. Viele Stromanbieter steigen selber ebenfalls auf saubere Energie um. Der günstige Gaspreis von ENTEGA fördert beispielsweise zusätzlich neue Waldschutz-Projekte, doch das ist nur ein prominentes Beispiel von vielen. Unterstützung findet das Bestreben der EU von einer vom Fraunhofer ISI durchgeführten Studie im Auftrag des Europäischen Parlaments:

  • Die Studie hat zunächst festgestellt, dass der EE-Anteil im Jahr 2016 noch bei 17 Prozent lag
  • Ebenfalls untersucht wurde welche Konsequenzen mit einem erhöhten Anteil Erneuerbarer Energien unmittelbar verbunden wären

Um zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen, haben die beteiligten Wissenschaftler die wichtigsten Faktoren für eine gezielte Berechnung herausgearbeitet.

Verschiedene Kostenpunkte müssen beim Vorhaben beachtet werden

Mann hält Geldscheine über den Erdboden.

Auch Erneuerbare Energien kosten Geld, sodass noch abzuwarten bleiben wird, inwiefern diese dem Vorhaben entgegenstehen. Bildquelle: igorstevanovic – 1017531706 / Shutterstock.com

Namentlich sind dies die drei nachstehenden:

  1. Technologiekosten
  2. Brennstoffpreise
  3. Kosten für Kapital

Während die Kosten für Technologie gerade in den letzten Jahren noch ein größeres Thema gewesen sind, so hat gerade in diesem Bereich ein deutlicher Wandel stattgefunden. Laut der Studie sind die Kosten heutzutage nämlich deutlich geringer. Daraus wird der Schluss abgeleitet, dass auch einer schnellen und umfassenden Verbreitung insgesamt nur wenig entgegenstünde. Mit weitestgehender Unsicherheit ist dagegen der Aspekt der Brennstoffpreise behaftet. Hierzu muss man zunächst wissen, dass niedrige Brennstoffpreise allgemein einer positiven Entwicklung der Erneuerbaren Energien nicht gerade zuträglich sind. Aktuell unterliegt aber gerade der Brennstoffpreis enormen Schwankungen, sodass sich derzeit kaum vorhersagen lässt, ob die getroffene Prognose realistisch ist. Schließlich steht als dritter Punkt auch der Kostenanteil für Kapital im Raume. Dieser übt direkten Einfluss auf die Kosten der Erzeugung aus und wirkt sich somit auch auf die Auswahl bei den Investitionen aus.

Stromsektor wird am meisten von der Trendwende betroffen sein

Trotz der genannten Hindernisse kommt die Studie zu dem Fazit, dass ein EE-Anteil von 30 bis 35 Prozent am Energieverbrauch insgesamt durchaus erzielbar ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem die Entwicklung auf dem Gebiet des Stroms. Hier würde dann nämlich ein Anstieg der Erneuerbaren Energien auf über 50 Prozent stattfinden. Damit das klappt, ist jedoch eine hinreichende Flexibilität notwendig:

  • Die Nachfrage müsste flexibel geregelt werden
  • Nebenbei müssten auch die Erzeugungsanlagen als solches flexibel genug sein
  • Gleiches trifft auch auf die vorhandenen Speicher zu

Aktuellen Untersuchungen desselben Instituts zufolge sind an dieser Stelle allerdings keine Probleme gegeben.

Bildquellen:
Soonthorn Wongsaita – 591222656 / Shutterstock.com
igorstevanovic – 1017531706 / Shutterstock.com

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Manfred Strecker
Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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