Ecocapsule: das energieautarke Mini-Heim

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Bist du es leid, ständig an einem Ort zu wohnen? Zieht es dein abenteuerliches Herz zu abgelegenen Gegenden der Welt, in denen du leben möchtest? Dann könnte dir die so genannte „Ecocapsule“ in Ei-Form bei deinem Vorhaben behilflich sein.

Die Firma Nice Architects, die ihren Sitz in Bratislava ist für die „Ecocapsule“ verantwortlich, die wie ein mobiles Heim aussieht. Gemäß der Werbung, behaupten die Erfinder, dass die Ecocapsule hinsichtlich der gebotenen Wohnatmosphäre erst noch übertroffen werden muss.

Wegen der impressiven netzunabhängigen Eigenschaften, der hohen Flexibilität und der weltweiten Mobilität, sind die Designer der Meinung, dass die Ecocapsule für viele unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden könnte.

Das Ei bietet den Interessenten die Möglichkeit auf der Kante zu leben, doch hat das Ei auch das Potenzial, als unabhängige Forschungsstation benutzt zu werden, eine Notunterkunft zu bieten oder bei humanitären Initiativen, in Katastrophengebieten etwa, zu helfen.

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Der Innenraum der Ecocapsule

Innerhalb der kleinen Kapsel, die 4,5 m x 2,4 m x 2,5 m misst, können zwei erwachsene Personen komfortabel leben. Die Designer haben an alles Unverzichtbare gedacht und es in das Ei gepackt. So befinden sich im Inneren eine Kochnische mit fließendem Wasser, eine Toilette und eine Dusche.

Was den weltweiten Transport der Ecocapsule angeht, erweist sich die kompakte Größe als ein Vorteil: alles, was zum Transport benötigt wird, ist ein üblicher Frachtcontainer. Das kleine Wohndomizil kann ohne großartige Vorbereitungen oder Sicherungsmaßnahmen verschifft, geschleppt oder weggeflogen werden.

Von außen ist die Ecocapsule mit Stauräumen und zwei Fenstern ausgestattet. Im Inneren befindet sich ein faltbares Bett, zwei Stühle und ein Tisch. Das mobile Heim ist mit allem Wesentlichen ausgestattet, das einen längeren Aufenthalt gewährleistet, während der Besitzer sich um das Aufladen oder die Versorgung des Wohn-Eis nicht kümmern muss.

Falls du dich fragst, wie das möglich ist: die Ecocapsule hat ein integriertes Windrad (750 Watt), das sie mit Strom versorgt. Wenn es nicht windig genug ist, wird der Strom über die auf dem Dach platzierten Solarzellen (600 Watt) produziert, die eine Fläche von 2,6 Quadratmetern einnehmen.

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Der Grundriss der Ecocapsule

Neben dem dualen Stromsystem, haben die Entwickler auch eine Batterie mit einer hohen Kapazität eingebaut, die das mobile Heim dann mit Strom versorgen soll, wenn sowohl Wind und Sonne gerade fehlen. Auf diese Weise können die Bewohner über einen Zeitraum von einem Jahr überall auf der Welt netzunabhängig genügend Strom generieren und speichern, ehe die Batterie schlapp macht.

Die Ecocapsule sammelt Regenwasser und Tau. Beides kann innen als Trinkwasser verwendet werden, da spezielle Filter dafür sorgen, dass die Bakterien absterben.

Gerade jetzt findet das Pioneers Festival in Wien statt, auf dem Nice Architects ihre erste Ecocapsule vorstellen möchten. Gegen Ende des Jahres werden die Entwickler Bestellungen für die Ecocapsule entgegen nehmen. Die ersten Exemplare sollen 2016 ausgeliefert werden.

Nice Architects haben noch keine Preisangaben für die Ecocapsule gemacht. Sicher ist allerdings, dass sie nicht ganz billig wird. Die Ecocapsule wird unter dem Motto „Dwelling with the Spirit of Freedom“ verkauft, was so viel heißt wie: „Wohnen mit dem Geist der Freiheit“.

Angesichts des immer kleiner werdenden Platzangebots und der steigenden Mieten in Städten sowie der zunehmenden Anzahl an Naturkatastrophen ist die Entwicklung der Ecocapsule äußerst interessant. Sicherlich nicht nur was für Naturliebhaber und Camping-Fans.

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Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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