Deutschland – Weltmeister der Energieeffizienz

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Deutschland ist nicht nur Fußballweltmeister, sondern auch Weltmeister der Energieeffizienz! Das sagt die neuste Wertungsliste (2014) des amerikanischen Konzils für eine energieeffiziente Wirtschaft (American Council for an Energy-Efficient Economy (ACEEE)). Es wurden 16 Länder analysiert und unter den Top 10 befinden sich sechs aus Europa. Von den nordamerkanischen Ländern schaffte es nur Kanada mit dem neunten Platz unter die zehn Besten.

„Deutschland ist ein Paradebeispiel für eine Nation, die Energieeffizienz zur höchsten Priorität erklärt hat“. Der Geschäftsführer des ACEEE, Steven Nadel, sagte in einer Pressemeldung: „Die Vereinigten Staaten, lange als innovativer und wettbewerbsfähiger Weltführer angesehen, haben in dem Bereich nur langsame Fortschritte gemacht und wurden unter anderem von Deutschland, Italien, China und anderen Ländern überholt.“.

German Trade & Invest hat eine Pressemeldung mit diesem Text veröffentlicht:

Die Studie lobte Deutschlands umfassende Energiestrategie und vergab deshalb die volle Punktzahl für Bauvorschriften, Umbaumaßnahmen sowie Steuer- und Kreditprogramme (Link zur Pressemeldung).

„Deutschlands Engagement Rahmenbedingungen zu schaffen, die zu Investitionen in Energieeffizienz führen, hat einen Weltführer in dem Bereich geschaffen“, sagte Henning, der Experte in diesem Bereich ist auf der Trade & Invest.

Ein Beispiel dafür die Deutsche Förderbank, deren Darlehensprogramme, laut Statistiken, im Jahre 2013 private Investitionen in Höhe von 34 Milliarden € herbeiführten. Deutschland bietet außerdem kleinen und mittelständischen Unternehmen Subventionen bis zu 30 Prozent, wenn diese ihre Herstellungsprozesse mit erneuerbarer Energie noch effizienter gestalten.

Der Report der ACEEE lobte Deutschlands Ziel den Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent zu reduzieren (Ausgangszahlen sind die von 2008). Deutschlands Belohnung dafür war der erste Platz für Energieeffizienz im Industriebereich.

„Wir leisten großartige Arbeit, doch gibt es noch viele Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Energieeffzienz, die sich auch ohne Subventionen lohnen würden“, sagte Ellermann, der Unternehmen dabei unterstützt, in Deutschland Fuß zu fassen.

Wertungsliste-Gebäude

Die EU plant den Zero-Energy-Standard (Nullpunktsenergie) für alle Neubauten bis 2021 zu etablieren.

„Für Deutschlands Bausektor – dem größten in der EU – werden die Energiesparverordnungen einen großen Einfluss haben“, sagte Ellermann. „Die Verordnung besagt, dass die Stromersparnis bei allen Neubauten, die nach dem 1. Januar 2016 gebaut werden, 25 Prozent betragen muss. Ab 2021 wird der Zero-Energy-Standard für alle Neubauten gelten.“.

Italien bekam nur einen Punkt weniger als Deutschland, bekam aber die Höchstpunktzahl für den Bereich Transport.

Die 28 Mitglieder große Europäische Union wurde als einzelner Staat bewertet und ergatterte den dritten Platz, gleich nach zwei ihrer Mitgliedsländer.

öltonnenequivalenz-pro-personKanada führt die Rangliste in Nordamerika an, weil sie „Energiesparziele haben und Darlehen sowie Subventionen für Energieeffizienz anbieten“.  Die Daten zu Neubauten waren auch sehr gut. Kanada, Australien und Spanien erreichten in dieser Kategorie den sechsten Platz.

Trotzdem „erreichten wir unsere Ziele im Bereich industrielle Energieeffzienz nicht und wir würden von Experten aus den Bereichen ungemein profitieren“.

Kanada befand sich außerdem unter den schlechtesten Ländern im Bereich „Summe der gefahrenen Autokilometer pro Person“, wo sie nur von Australien und den USA übertroffen wurden. Des Weiteren gab es eine Tiefstwertung im Bereich des gesamten Stromverbrauchs.

Die Bewertung der USA war bitter und es wurden Beschreibungen wie „ineffizient“, „eine große Verschwendung von Energie, Ressourcen und Geld“ sowie „schlechter Fortschritt“ benutzt.

„Wie können die USA auf globaler Ebene konkurrieren, wenn Geld und Energie verschwendet werden, während andere Industrienationen sparen und reinvestieren?“, fragte der Autor.

US Kongressabgeordneter Peter Welch (Vermont) sagt: „Es gibt für die USA keine Entschuldigung dafür anderen Industrienationen in Sachen Energieeffizienz hinterher zu hinken“.

Wertung-nach-Sektoren

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Manfred Strecker
Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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2 Kommentare

  1. Pingback: So funktioniert ein Windkraftwerk – erneuerbare Energie aus Wind

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