Das Wattpapier – ein Investment, das in Kilowatt gemessen wird

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Torsten Blumenthal – Geschäftsführer von greenXmoney

greenXmoney ist ein Start-Up, das eine Handelsplattform für grüne Stromerträge auf die Beine gestellt hat. Auf der Plattform finden Geldanleger und Betreiber grüner Kraftwerke zusammen. Anleger können bei greenXmoney zudem mit Stromerträgen handeln und erkennen, wie „grün“ ihre persönliche Energiebilanz ausfällt.

Wir haben mit einem der Geschäftsführer, Torsten Blumenthal, ein Interview geführt.

Was unterscheidet eine Geldanlage über greenXmoney von anderen Anlagen in erneuerbare Energien wie Crowdfunding oder Fonds?

Wir haben ein spezielles Anlagemodell entwickelt, das wir „Wattpapier“ nennen. Dies ist ein Forderungskaufvertrag für die Erträge aus grünem Strom. Einfach ausgedrückt kaufen die Anleger von einem Betreiber eines grünen Kraftwerks den Anspruch auf künftige  Stromerträge und bekommen dafür einen Rabatt. Die Anleger vergeben kein nachrangiges Darlehen und investieren nicht in ein Projekt, das erst noch in der Entstehung ist, sondern sie erwerben Ertrag  des Stroms einer Anlage, die bereits Energie erzeugt. Ein Investment kann man auf unserer Plattform auch wieder zum Verkauf anbieten, weshalb eine Anlage bei greenXmoney keine Einbahnstraße ist, wie etwa beim Crowdfunding.

Das bedeutet, ich erwerbe Strom?

Nein. Wir werden manchmal gefragt, ob der Strom in die eigene Steckdose geliefert wird. Es würde mir gefallen, wenn es so wäre. Aber an sich geht der Strom natürlich zum Abnehmer, bei dem er mit einer vom Erneuerbaren-Energien-Gesetz garantierten Vergütung für den Geldanleger eingespeist wird. Da der Anleger die Vergütung für den Strom erhält, kann man schon sagen, dass er indirekt grünen Strom einspeist.

Gibt es auch Risiken für die Anleger?

Es gibt gewisse Risiken, aber wir achten darauf, dass die Anbieter diese durch eine möglichst hohe Transparenz offen legen. Die Anleger können die grünen Kraftwerke auf der Plattform anschauen, mit den Betreibern in Kontakt treten und einsehen, welche Versicherung diese abgeschlossen haben, etwa gegen Ertragsausfälle oder Beschädigungen der Anlage. Zudem sind die Anlagenbesitzer, die auf greenXmoney „Wattpapiere“ anbieten, verpflichtet, die Bezahlung der erworbenen Erträge zu garantieren und einen Puffer, für beispielsweise witterungsbedingte Schwankungen, einzuplanen. Sie verkaufen also niemals die kompletten prognostizierten Stromerträge. Weiter bietet das deutsche EEG die Sicherheit, den eingespeisten Strom tatsächlich vergütet zu bekommen. Alles in allem sind das weniger Risiken, wie bei vergleichbaren Investitionen.

Und was hat es mit dem virtuellen Kraftwerk auf sich?

Auch das gehört zum transparenten Modell von greenXmoney. Unsere Kunden können in ihrem virtuellen Kraftwerk sehen, wie viel grünen Strom von welchem grünen Kraftwerk sie durch ihr Investment erworben haben. Ein Energiebilanzrechner hilft, das mit dem persönlichen Energieverbrauch zu vergleichen. Stellen Sie sich vor, Sie verbrauchen im Jahr 3.000 Kilowattstunden Strom,  aber ihr virtuelles Kraftwerk zeigt Ihnen, dass sie zum Beispiel 2.500 Kilowattstunden Sonnenstrom und 1.000 Kilowattstunden Windenergie erworben haben. Letzten Endes haben Sie mit Ihrem virtuellen Kraftwerk nicht nur den Überblick wie viel Rendite Sie mit Ihrem Investment machen, sondern Sie erkennen auch, wie grün Ihre persönliche  Energiebilanz ausfällt.

greenXmoney ist eine Handelsplattform für die Geldanlage in Energieerträge aus Solarstrom- und Windkraftanlagen. Das Ziel ist es, jedem Bürger über so genannte „Wattpapiere“ die Investition in erneuerbare Energien einfach und bankenunabhängig zu ermöglichen. Jeder Geldanleger errichtet sein eigenes virtuelles Kraftwerk und kann sich profitabel an der sauberen Energieversorgung beteiligen. Diese „Nachhaltigkeit 2.0“ steigert das ökologische Bewusstsein in der Gesellschaft und fördert den Ausbau der regenerativen Energien. Weitere Informationen unter www.greenXmoney.com.

Pressekontakt
greenXmoney.com GmbH
Kontakt: PresseTelefon: 0731 985 88 – 640
E-Mail: presse@greenxmoney.com

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Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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