Ab 2025 fahren Amsterdams Busse mit Strom

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Amsterdam hat hat seinen ambitionierten Plan vorgestellt, bis 2025 alle Diesel betriebenen Busse mit elektrischen Bussen auszutauschen. Darüber hinaus wird der Strom, mit dem die elektrischen Busse betrieben werden sollen, aus erneuerbaren Quellen gewonnen.

Niederländische Städte symbolisieren Nachhaltigkeit. Das große Netzwerk an Fahrradwegen, das, dank der fortgeschrittenen Technik jedem Radfahrer Vorfahrt gibt, erlaubt es, dass jeder Ort in jeder beliebigen Stadt schnell, sauber und bequem erreicht werden kann.

Amsterdam möchte es darauf aber nicht beruhen lassen. Amsterdams Ambitionen sind so groß, dass andere Städte weltweit sie sich nicht einmal vorstellen können und das Beste: in Amsterdam werden die Ambitionen und Ideen realisiert!

Wenn eine Stadt grüner werden soll, fängt man am besten beim öffentlichen Transport- und Verkehrswesen an. Neben den elektrischen Fahrrädern und Straßenbahnen, kommen nun auch die Busse an die Reihe. Der Plan ist es, alle Diesel-Busse mit Elektrischen zu tauschen, die bis 2025 vollkommen mit erneuerbarem Strom betrieben werden sollen. Innerhalb von zwei Jahren soll der Wechsel mit 40 elektrischen Bussen eingeleitet werden.

Die Stadt Amsterdam wird keine vorherigen Experimente oder Pilotprojekte durchführen, weil das System ihrer Meinung nach funktionieren wird und die Tests nur zusätzlich Geld kosten würden.

Die elektrischen Busse sind aber nicht der einzige Punkt auf der Liste, mit welcher Amsterdam seine Nachhaltigkeit steigern möchte. Letzten Monat hat das Bürgermeisterbüro einige Verbesserungsvorschläge eingereicht, die als Teil der Nachhaltigkeits Agenda des Stadtrats vorgestellt werden sollen.

Zu den Vorschlägen zählt auch die Idee, die Zahl der Haushalte, die lokal gewonnen Ökostrom nutzen, bis 2020 auf 92.000 zu erhöhen. Darüber hinaus gibt es Pläne zur Einsparung von Energie und Häuser sollen künftig an das Bezirks-Heizsystem angeschlossen werden. Andere Initiativen adressieren die Integration grüner Technologien, die Verbesserung der Luftqualität und die Definition von weiteren Umweltzonen in der ganzen Stadt.

Auch in Deutschland regt sich was

Einige Städte in den Niederlanden, wie Utrecht und Maastricht, haben bereits teilweise elektrisch betriebene Busflotten. In Deutschland sind auch einige elektrische Busse in Berlin und Osnabrück unterwegs. Komplette Bus-Flotten wurden aber bisher noch nicht umgestellt. Bisher handelt es sich in Deutschland um Experimente und Pilotprojekte. Das Beispiel Amsterdam könnte aber sicherlich als Vorbild dienen und die deutschen Behörden dazu bringen entsprechend zu reagieren.

Die Umstellung wäre auf jeden Fall vorteilhaft, weil neben der zurückgehenden Luftverschmutzung auch Kosten für teure fossile Kraftstoffe eingespart werden könnten. Das „betanken“ mit Ökostrom wäre weitaus günstiger als das Betanken mit Diesel. Dank der geringeren Luftverschmutzung wären die deutschen Städte auch für Touristen attraktiver, die zusätzliches Geld in die Kassen spülen würden.

Wie lange es hier noch dauern wird, bis das große Potenzial von elektrischen Bussen erkannt wird, bleibt abzuwarten. Dank der Vorbildfuntkion Amsterdams dürfte es aber nicht mehr allzu lange dauern, bis deutsche Städte reagieren und elektrische Buslinien im größerem Ausmaß auf die Straßen bringen.

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Manfred Strecker ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Greenpeace. Manfred untersucht seit seinem Jugendalter Möglichkeiten, die Umwelt nachhaltig durch Technologie zu verbessern und schreibt darüber auf Energieinitiative.org .
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